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Forscherfabrik wieder geöffnet


Maskottchen Gottlieb und Emma freuen sich auf die Wiedereröffnung.

„Wir möchten den Familien und Kindern wieder ein bisschen Normalität und eine Abwechslung im Corona-Alltag bieten“, so Julia Geiger. Die Leiterin des Fachbereichs Kommunales sieht die Forscherfabrik für eine schrittweise Wiedereröffnung gut aufgestellt. Nach drei Monaten dürfen ab dem heutigen Donnerstag (4. Juni) Klein und Groß endlich wieder forschen, tüfteln und entdecken.

Auf einige Veränderungen müssen sich die Besucherinnen und Besucher jedoch einstellen. Das Team der Forscherfabrik rund um deren Leiterin Dr. Andrea Bergler hat in den letzten Wochen ein umfangreiches Infektionsschutzkonzept ausgearbeitet. Dies gestaltete sich schwieriger als in normalen Museen, da in Science Centern, zu denen die Forscherfabrik gehört, durch die Mitmachangebote viele Dinge angefasst werden. Wie auch andere Einrichtungen in der Region, zum Beispiel die experimenta in Heilbronn und das explorhino in Aalen, hat man sich daher an den Richtlinien des deutschen und des baden-württembergischen Museumsverbands orientiert. Dieser empfiehlt unter anderem mit 20 Quadratmetern pro Person in allen Besucherflächen zu rechnen. Da die Forscherfabrik eine Fläche von 800 Quadratmetern hat, wurde die maximale Besucherzahl auf 35 Personen plus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrenzt, die sich gleichzeitig in der Ausstellung aufhalten dürfen. Diese Zahl wird am Eingang überwacht. Dafür werden Buttons ausgegeben, die man beim Verlassen der Forscherfabrik wieder abgibt.

Für den Besuch gelten die gängigen Hygieneregeln, wie das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung für alle ab 7 Jahren und das Einhalten der Mindestabstände zu anderen Personen. An mehreren Stellen im Gebäude stehen Desinfektionsmittelspender bereit und rote Pfeile am Boden weisen den Weg durch die Ausstellung, die aktuell als Rundweg konzipiert ist. An jedem Exponat darf sich immer nur eine Familie aufhalten, um eine Grüppchenbildung zu vermeiden. Eine Reinigung der Mitmachstationen findet mindestens stündlich während des Betriebs statt, Gegenstände wie Kopfhörer werden sogar halbstündlich gereinigt.

Für einen kontinuierlichen Luftaustausch läuft die Lüftungsanlage und werden die Fenster und Türen immer wieder geöffnet. Wer Frischluft schnappen möchte, kann die Tüftlerterrasse besuchen und dort experimentieren.

Einige Bereiche in der Forscherfabrik müssen allerdings geschlossen bleiben. Zum Beispiel die Vesperecke. Zwar stehen für eine kleine Stärkung zwischendurch der Snack- sowie Kaffeeautomat bereit, doch zum Verzehr müssen die Besucherinnen und Besucher aufgrund der Maskenpflicht die Bänke vor der Forscherfabrik nutzen. Ebenfalls gesperrt sind der Aufenthaltsbereich auf der Empore sowie nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt einzelne Stationen, die zu viel Luft auf die Besucherinnen und Besucher pusten würden. Unproblematisch sind hingegen Wasserstationen. Bei diesen war bereits vor der Corona-Zeit eine Reinigungslösung integriert. Auch die Bastelstationen können weiterhin genutzt werden. Hier wurden Tische und Hocker auf ausreichend Abstand gestellt, sodass dem Bastelspaß nichts im Wege steht.

Bei den Hygienemaßnahmen hieß es auch immer wieder Kreativität zu beweisen. Beim Vorführen der Erdbeben-Forschungsstation erzählt Andrea Bergler schmunzelnd, dass die normalerweise genutzten Holztiere aufgrund der schwer zu reinigenden rauen Oberfläche ersetzt werden mussten. Die jetzt vorhandenen Schleichfiguren hat sie sich bei ihrer Tochter geliehen.

Aktuelle Öffnungszeiten

Vorerst gelten geänderte Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag von 14 bis 17 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. Das Angebot bezieht sich dabei ausschließlich auf den Forscherparcours mit seinen Mitmachstationen. Kurse und Kindergeburtstage können dagegen noch nicht wieder gebucht werden.

Voller Zuversicht schaut Leiterin Dr. Andrea Bergler auf den heutigen Tag. „Wir freuen uns, trotz der Einschränkungen wieder kleine und große Forscher und Forscherinnen bei uns begrüßen zu können“, sagt sie und setzt auf eine stufenweise Wiederöffnung unter Beobachtung der Entwicklungen rund um das Corona-Virus. Sie hofft, dass die Forscherfabrik ihr Sommerferienprogramm anbieten kann und dass ab Herbst auch wieder Veranstaltungen wie zum Beispiel Vorträge der Volkshochschule möglich sein werden. Bis dahin werden weiterhin spannende Experimente und lustige Bastelanleitungen zum Nachmachen über die Social-Media-Kanäle und den Blog der Forscherfabrik gezeigt. Weitere Infos auf www.forscherfabrik-schorndorf.de.