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Spatenstich Obere Straßenäcker III


Mit weiteren Schaufeln läuteten die Verantwortlichen den Baubeginn ein.

Im Südosten Schorndorfs wird ab sofort der dritte Bauabschnitt des Wohngebiets „Obere Straßenäcker“ erschlossen. 76 Baugrundstücke entstehen hier, 23 davon sind Eigentum der Stadt. Wie diese vergeben werden, darüber hat der Gemeinderat noch zu diskutieren und zu beschließen.

Der dritte Abschnitt der „Oberen Straßenäcker“ wird erschlossen.„Wir hatte eine lange Vorlaufszeit“, sagt Oberbürgermeister Matthias Klopfer. Tatsächlich waren die Oberen Straßenäcker eins der ersten Projekte, über die er 2006 diskutieren durfte. 2007 ging’s dann los mit dem Großprojekt und 13 Jahre später nähert man sich nun dessen Fertigstellung mit der Erschließung des dritten Bauabschnitts. Warum es so lang gedauert hat, erklärt Klopfer so: „Beim Thema Innenverdichtung kämpft man oft mit langwierigen Prozessen.“ Allein die Umsiedlung von schützenswerten Zauneidechsen in ein anderes Gebiet kostete zwei wertvolle Jahre. Dort seien sie aber mittlerweile heimisch geworden.

Herausforderung Wetter

Das Projekt wird deshalb voraussichtlich erst im Juli 2021 fertiggestellt sein. „Solange das Wetter mitspielt“, merkt Herbert Schuck an. Denn die größte Herausforderung bei dem Projekt sei die Witterung. Aber diesen Faktor gibt es natürlich bei allen Bauprojekten. „Wochenlang ist’s trocken und kaum fängt man an zu graben, beginnt’s zu regnen“, sagt der Fachbereichsleiter Infrastruktur mit Blick auf den wolkenverhangenen Himmel an diesem Tag. Nach derzeitigen Kalkulationen werden die Tief- und Straßenbauarbeiten voraussichtlich etwa 14 Monate andauern und 2,34 Millionen Euro kosten - worin keine Ausgleichsmaßnahmen berechnet sind. Das planende Ingenieursbüro Klinger und Partner aus Urbach übernimmt die Bauleitung für die Erschließungsarbeiten. Umgesetzt werden die Maßnahmen von der Firma Klöpfer aus Winnenden.

Die Baumaßnahmen

Zunächst einmal wird von der Hegelstraße aus die Baustellenzufahrt hergestellt. Ein Feldweg wird für die Befahrung durch Baufahrzeuge vorbereitet, um den Verkehr im Wohngebiet nicht zu überlasten. Die Stadt Schorndorf, die Zentralen Dienste und die Stadtwerke bemühen sich, die mit den Bauarbeiten verbundenen Behinderungen für die Bürgerinnen und Bürger soweit wie möglich zu begrenzen. In der Schillerstraße werden sich jedoch erhebliche Einschränkungen für den Verkehr nicht verhindern lassen.

Versorgung gesichert

Danach folgen der Erdbau und die Tief- und Leitungsbauarbeiten mit mehr als 1.500 Metern an Kanalleitungen im modifizierten Mischsystem zur Abwasserentsorgung. Die Stadtwerke Schorndorf und die Netze-BW verlegen mehr als 700 Meter Rohrleitungen für die Versorgung der Baugrundstücke mit Wasser und Gas. Der Netzausbau zur Stromversorgung erfolgt ebenfalls durch die Stadtwerke Schorndorf. Zukünftigen Bewohnern des Wohngebiets wird durch den Glasfaserausbau der Stadtwerke Schorndorf ein schnelles Internet zur Verfügung stehen. Zum Schluss werden Straßen und Gehwege gebaut und Straßenbeleuchtungsmasten aufgestellt.

Besonderer Spatenstich

Möglichst flächensparend und -schonend sollen die Bauarbeiten sein, betont Manfred Beier, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung. Das sollte den Verantwortlichen auch gelingen, denn in die Planung des dritten Bauabschnitts seien die Erfahrungen aus den ersten beiden geflossen. Beier, der 34 Jahre lang - 22 davon als Fachbereichsleiter - die Stadt Schorndorf mitgestalten durfte, geht am 31. Juli in Ruhestand. Als kleines Abschiedsgeschenk durfte er deshalb zum Spatenstich nicht nur als Erster, sondern auch mit der größten Schaufel an diesem Tag „zustechen“: einem Bagger der Firma Klöpfer. Und auch wenn’s kurz ruckelte, hob Beier doch erfolgreich die erste Schippe aus dem Boden. Danach schnappten sich alle Beteiligten Spaten und weihten die Baustelle noch auf traditionelle Weise ein.