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Kurzarbeit für städtische Kitas


Wie andere Kommunen in den einzelnen Landkreisen hat die Stadt Schorndorf für ihre pädagogischen Mitarbeiter Kurzarbeit in Anspruch genommen. Bis zum 25. Mai konnte die Kurzarbeit noch hinausgezögert werden, seit die Kitas am 17. März schließen mussten. In dieser Zeit führten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbereitende Arbeiten durch und hielten Kontakt zu Eltern und Kindern. Sie entwickelten die pädagogischen Profile der einzelnen Einrichtungen weiter und waren Ansprechpartner für Eltern am „Sorgentelefon“. Da die Notbetreuung bislang nur vorsieht 50 Prozent der Kinder in den Einrichtungen zu betreuen, wurden nun die weiteren Mitarbeiter - ausgenommen sind Auszubildende, FSJ-ler und Projektmitarbeiter - in Kurzarbeit geschickt. Die pädagogischen Fachkräfte erhalten dabei bis zu 95 Prozent ihres Gehaltes, wobei 60 Prozent beziehungsweise 67 Prozent von der Arbeitsagentur getragen werden. Dadurch wird versucht, die durch die wegbleibenden Kinder ausgefallenen Gebühreneinnahmen zu kompensieren. Derzeit findet nur eine ausgeweitete Notbetreuung statt, entsprechend wurden Vorbereitungszeiten gekürzt, nicht jedoch die direkte Betreuungszeit der Kinder.
„Für einen Teil unserer Mitarbeiter und ihre Familien bedeutet die Kurzarbeit Entlastung, da sie nun ihre eigenen Kinder betreuen können“, sagt Markus Weiß, Fachbereichsleiter Kindertagesstätten. „Aber auch die Personen der Risikogruppe müssen nicht in andere Fachbereiche versetzt werden, sondern können bei uns in Kurzarbeit gehen.“ Für den Umfang der Notbetreuungsgruppen hat dies keine Auswirkung, erklärt Weiß. Die vorhandenen Einschränkungen in den Einrichtungen seien hervorgerufen durch Mitarbeiterinnen, welche den Risikogruppen angehören. „Sobald der Umfang der Notbetreuung ansteigt (was sich nach der Pressemitteilung des Landes vom 26.05.2020 abzeichnet), werden die Mitarbeiterinnen wieder aus der Kurzarbeit zurückgeholt“, erklärt der Fachbereichsleiter.