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Handwerk zum Frühstück


Gabriele Koch informierte die Handwerker über Bauprojekte in der Stadt.

Einmal im Jahr treffen sich Vertreter der Stadtverwaltung und des Handwerks zu einem Austausch. Dabei berichtet die Stadt über Neuerungen und beantwortet die Fragen der Handwerker. Im Anschluss tauscht man sich bei einem zünftigen Weißwurstfrühstück aus. Welcher Name wäre da naheliegender für so eine Veranstaltung als ganz simpel: „Handwerkerfrühstück“?

Elf dieser Veranstaltungen gab es bereits. Beim diesjährigen zwölften Handwerkerfrühstück ging es um die Bauprojekte in der Stadt, das Fachkräfteeinwanderungsgesetz und die Vergabe von Aufträgen.

Gabriele Koch, Fachbereichsleiterin Wirtschaftsförderung, berichtete über die kommenden und laufenden Bauprojekte in der Stadt. So entstehen neue Wohnungen auf den ehemaligen Arealen Pfleiderer und Breuninger, ein Kindergarten am Stöhrerweg, die Rainbrunnenschule wird neugebaut, im Herbst entscheidet der Gemeinderat über das weitere Vorgehen bezüglich der neuen Stadtbücherei und für die Zukunft des Güterbahnhofs gibt es einen ersten Entwurf. Koch versicherte außerdem den Handwerkern, dass der Glasfaserausbau so weitergehe wie bisher. Sie wisse, wie wichtig, dieser für die Betriebe sei. Ein großes Projekt, auf das sich Oberbürgermeister Matthias Klopfer freut, ist zudem die IBA 2027. „Da kann Schorndorf zeigen, was es zu bieten hat“, so Klopfer.

Daniel Sofka, kommissarischer Teamleiter Ausländerwesen, stellte den Anwesenden das Fachkräfteeinwanderungsgesetz vor. Dieses ist am 1. März in Kraft getreten und hatte im Voraus für viele Anfragen von Betrieben nach Beratung durch den Fachbereich gesorgt. Das neue Gesetz soll es gut ausgebildeten Fachkräften aus dem Ausland ermöglichen, schneller und einfacher in Deutschland arbeiten zu können.

Betriebe, die eine Fachkraft aus dem Ausland einstellen möchten, finden in der Stadtverwaltung einen Ansprechpartner. Der Sitz des Unternehmens ist hierbei auch der Ort der Beantragung. Das bisherige Verfahren zur Einstellung gilt jedoch auch weiterhin.

Ingeborg Bertrams-Scholt, Fachbereich Revision, und Christina Kaltsami-Dalaklidou, Fachbereich Gebäudemanagement informierten über die Vergabe von Aufträgen der Stadt an Unternehmen und was neu ist bei der elektronischen Ausschreibung.

Durch die am 1. August 2019 eingeführte Vergabeordnung trat eine einheitliche Form von Abläufen und Formularen sowie Vorgaben für die Ausschreibungen in Kraft. So können - und müssen bei hohen Summen - Betriebe ihre Gebote für Aufträge nun elektronisch abgeben. Die Vorteile dieses Verfahrens erklärte Christina Kaltsami-Dalaklidou. „Man kann überall und jederzeit recherchieren und Angebote einreichen, die sofort ankommen“, betonte die Mitarbeiterin im Vergabemanagement. „Es besteht nicht die Gefahr von Verspätung oder falscher Zustellung, wie es postalisch möglich sein kann. Außerdem spart man Papier und Kosten.“

Auch für Fragen und Themen, die die Kreishandwerkerschaft bewegen, war noch Zeit. So sprach Thomas Schieck die Möglichkeit eines kreisweiten Parkausweises für Handwerker im Rems-Murr-Kreis an. Dieser solle freies Parken gegen eine Pauschale ermöglichen. Er lobte in diesem Zusammenhang die Oberbürgermeister und Landrat Sigel für ihren offenen Umgang mit dem Handwerk. Beim anschließenden Weißwurst-Essen tauschten sich die Handwerker noch mit den Vertretern der Stadtverwaltung aus.