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Beraten und beschlossen


In der Gemeinderatssitzung der vergangenen Woche standen wieder wichtige Themean auf der Tagesordnung. Die Entscheidungen im Überblick:

Mobilfunk-Vorsorgekonzept

Wie gefährlich sind Handystrahlungen und an welchen Orten richten Mobilfunkanlagen am wenigsten Schaden an? Über diese und weitere Fragen ist sich nicht nur der Gemeinderat, sondern auch die Wissenschaft uneinig.

Der Gemeinderat hat deshalb den Beschluss für oder gegen ein Mobilfunk-Vorsorgekonzept vertagt. Sowohl der Vortrag von Jörn Gutbier von „diagnose:funk Deutschland“ im Technischen Ausschuss, als auch die Diskussion im Gemeinderat brachten keine Einigung. Auf Antrag der FDP/FW-Fraktion wird deshalb eine zweite Lesung stattfinden. Befürworter sehen in dem Vorsorgekonzept die Möglichkeit auf Augenhöhe mit den Betreibern über den immissionsärmsten Standort verhandeln zu können. Gegener halten Kosten und Aufwand für übertrieben.

Mobilfunkmasten auf städtischen Gebäuden

Zustimmung fand der Vorschlag der Stadt, dass zukünftig auf städtischen Liegenschaften Funkmasten errichtet werden dürfen. Davon ausgenommen sind Liegenschaften mit einer Nutzung durch Schulen oder Kindertagesstätten. Auf Antrag der CDU-Fraktion wurde zudem beschlossen, dass im Februar 2022 der Gemeinderat neu entscheidet, ob das Moratorium aufgehoben wird. Mit der Entscheidung wird dem Wunsch der Bundesregierung nach einer flächendeckenden Mobilfunkversorgung nachgekommen.

Jugendkonzeption

Isabelle Kübler, Leiterin des Fachbereichs Schulen und Vereine, und Jugendreferent Peter Komhard stellten das Gesamtkonzept kommunaler Jugendarbeit vor. Die Empfehlungen aus dem Abschlussbericht von „Jung sein in Schorndorf“ wurden in den letzten drei Jahren komplett umgesetzt. So wurde zum Beispiel die Schulsozialarbeit deutlich ausgebaut und ein Jugendcafé eingerichtet. In der umfangreichen Drucksache wurden aber auch Herausforderungen für die Zukunft benannt. Einer ausführlichen Diskussion - verbunden mit Lob für das tolle Team der Schulsozialarbeit und Peter Komhard, der die Stadt wegen neuer beruflicher Herausforderungen verlässt - folgte ein einstimmiger Beschluss. Ab dem Schuljahr 2020/21 werden die Stellenanteile der Schulsozialarbeit in den Schulzentren Nord und Mitte um jeweils 150% aufgestockt. Die Verwaltung wird die Jugendbeteiligung weiter zum Schulmodell ausbauen und ein Campusmodell der Schulsozialarbeit am Schulzentrum Grauhalde entwickeln.

Zudem beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung für das derzeitige Jugendhaus Altlache bis zur Einbringung des Haushalts im Oktober 2020 einen Sanierungsvorschlag zu erarbeiten und vorzustellen. Bis Ende 2021 soll dann ein geeigneter Standort für das Jugendhaus in der Nordstadt gefunden sowie eine Planung und ein Umsetzungskonzept für einen Neubau vorgelegt werden.

Digitalisierung im Schulzentrum Grauhalde

Die Digitalisierung ermöglicht neue Wege des Lernens und Lehrens und verändert unsere Schulen nachhaltig. Im Gemeinderat wurde einstimmig eine europaweite Ausschreibung der geplanten Multimediatechnik am Schulzentrum Grauhalde mit einem Auftragsvolumen von rund 1,3 Millionen Euro beschlossen. Im Zuge der Sanierungsarbeiten und der Digitalisierung beider Schulen werden alle Klassenräume unter anderem mit einem Medienpult, einer mobilen Präsentationseinheit und einem interaktiven Touchdisplay mit Whiteboardmodus ausgestattet. Die notwendigen Elektroinstallationen werden bis zu den kommenden Sommerferien durchgeführt. Im Max-Planck-Gymnasium erfolgt die Installation der Multimediatechnik in den Sommerferien 2020. In der Gottlieb-Daimler-Realschule werden zum gleichen Zeitpunkt 21 Unterrichtsräume ausgestattet, 18 beziehungsweise sechs weitere folgen dann in den Bauabschnitten, die in den Jahren 2021 und 2022 saniert werden.