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Gewässerschau


Gewässer sollten sich natürlich entwickeln.

Das Bild der Stadt Schorndorf und seiner Teilorte ist von vielen Gewässern geprägt. Rund 74 km Gewässer sind in Schorndorf zu verzeichnen, darunter befinden sich etwa vier Kilometer Rems. Die weiteren Gewässer sind die Wieslauf, der Schornbach, der Weilerbach und viele weitere. All diese Gewässer haben mit ihren Uferzonen wichtige Funktionen für die Tier- und Pflanzenwelt und das Klima unserer Stadt. Auch in Schorndorf spüren wir bereits erste Auswirkungen des Klimawandels. Wir erwarten trockenere Sommer sowie mildere und feuchtere Winter. Zudem werden extreme Wetterereignisse zunehmen, weshalb mit mehr Hochwasser- und Starkregenereignissen zu rechnen ist. Die Gesetzgeber haben unter anderem dahingehend die Bewirtschaftungsziele für die Gewässer angepasst (Wasserrahmenrichtlinie der EU, Wasserhaushaltsgesetz des Bundes, Wassergesetz Baden-Württemberg). Eine neue Vorschrift ist unter anderem der Gewässerrandstreifen, welcher im Innenbereich (bebauter Bereich) 5 Meter und im Außenbereich (ohne Bebauung) 10 Meter beträgt.

Wie wird der Gewässerrandstreifen bemessen?

Der Randstreifen wird nicht, wie oft vermutet ab der Bachmitte, sondern bei ausgeprägten Uferböschungen ab der Böschungsoberkante und bei flachen Böschungen ab der mittleren Wasserlinie (MW) gemessen. In diesem Randstreifen dürfen u.a. keine Komposthaufen, Holzlager oder Rasenschnitt gelagert werden, da diese im Hochwasserfall abgeschwemmt werden und in Engstellen wie Brücken oder Verdolungen hängen bleiben und diese verstopfen können. Die Ufer sollen naturnah gestaltet und entwickelt werden. Die Wurzeln standortgerechter Bäume und Büsche befestigen diese und schaffen wertvolle Lebensräume. Aufgrund dessen ist das Befestigen des Ufers zum Beispiel mit Hilfe von Holzbalken oder Steinen verboten. Das Gewässer soll sich von selbst entwickeln können und wird durch Uferbefestigungen daran gehindert. Daher führt die Stadt Schorndorf mit dem Landratsamt als unterer Wasserbehörde in regelmäßigen Abständen eine Gewässerschau durch, um Missstände festzustellen, zu dokumentieren und zu beseitigen. Eine enge und gute Zusammenarbeit der Gewässeranlieger, der Stadt und des Landratsamtes ist unerlässlich, um der Aufgabe, die Gewässer nachhaltig zu entwickeln, gerecht zu werden.

Weiterführende Informationen zu Gewässern, Hochwasserschutz und Starkregen findet man auf der städtischen Webseite unter www.schorndorf.de/de/wirtschaft-bauen/bauen-wohnen/gewaesser-hochwasserschutz-starkregen.