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Barbara-Künkelin-Preisträgerin 2020: DUNJA HAYALI


Die gebürtige Westfälin mit irakisch-christlichen Eltern studierte in Köln Sportwissenschaft, arbeitete danach als Journalistin, Publizistin, Autorin. Ihr Mut, ihr Engagement und ihre Art der Medienpräsenz ließen die Wahl auf sie fallen. Dieser Preis ist mehr als „nur ein Frauenpreis“: Er definiert sich – nach der Namensgeberin, einer mutigen historischen Frauengestalt – durch 3 Kriterien: „Gegen den Zeitgeist. Zum Wohl der Gemeinschaft. Für die Zukunft.“

Dunja Hayali bekommt den Künkelinpreis

Diese Eigenschaften verkörpert Dunja Hayali in hohem Maße, so das Urteil der Jury. Ihre Stimme wird gehört, ihre Argumente werden in der Öffentlichkeit mit besonderer Aufmerksamkeit wahrgenommen. Ihre Mediendiskurse sind ebenso Thema öffentlicher Debatten wie ihr im Herbst 2018 erschienenes Buch „Haymatland. Wie wollen wir zusammenleben?“ Es stellt sich gegen jede Art der Ausgrenzung, selbsternannte Heimatschützer“ und rechte Provokateure. So auch jene aktuelle Diskussion, in der Dunja Hayali jüngst öffentlich Stellung bezog. Es ging um Beschimpfungen und Morddrohungen gegen Cem Özdemir und Claudia Roth – und um die auch gerichtlich diskutierte Frage, wieviel Hass und Menschenverachtung heute Politkern und Menschen in der Öffentlichkeit zugemutet wird. Und darum letztlich immer um die Frage, die Dunja Hayali in ihrem Buchtitel stellt und öffentlich diskutiert: Wieviel eine Gesellschaft aushält, aushalten kann – und wie wir zusammenleben wollen.

Die Preisverleihung findet am Sonntag, 15. März 2020, in der Barbara-Künkelin-Halle in Schorndorf statt. Weitere Informationen zum Barbara-Künkelin-Preis unter www.kuenkelinpreis.de.

Vorsitzende des Preisgerichts der Stiftung Barbara-Künkelin-Preis ist Elsbeth Rommel.