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Die Jagd nach der absoluten Form


Beate Hirsch-Bartolome, B.J. Bartolome, Thorsten Englert, Alina Giedat (v.l.).

„Schorndorf ist eine Stadt der Kunst“, betont Bürgermeister Thorsten Englert mit Blick auf die zwei Skulpturen von Künstler B. J. Bartolome. Seit Mai dieses Jahres stehen sie am Tuller Platz. Nun hat Bartolome die Kunstwerke offiziell als Dauerleihgabe an die Stadt übergeben. Sie reihen sich in eine lange Liste Schorndorfer Skulpturen. Gleichzeitig schlagen sie eine Brücke zum Gartenschau-Partner Schwäbisch Gmünd. Denn dort wird im November eine weitere Skulptur installiert, die das Duo zum Trio machen soll. Passend zum Standort am Forum Gold und Silber wird das Bildwerk nicht weiß, wie am Tuller Platz, sondern golden sein. „Das Projekt steht für interkommunale Zusammenarbeit“, erklärt Thorsten Englert. „Hier, vor dem Alten Friedhof, kommen die Skulpturen zur Geltung. Viele Besucher und Vorbeifahrende können sie bewundern.“ Wer dann einen Abstecher nach Schwäbisch Gmünd macht, wird die Verbindung sehen.

Künstler B.J. Bartolome nennt seine Werke „generative Kunst“. Er zeichnet oder formt eine Vorlage, die er dann in seinen Computer einspeist. Der Rechner vervollständigt das Werk mit Hilfe eines Algorithmus. Eine Künstliche Intelligenz versucht, „das maximal bildnerisch Mögliche“ zu erschaffen – die absolute Form.

Ob Bartolome und seinem Algorithmus das gelungen ist, können Besucherinnen und Besucher des Tuller Platzes nun ohne Zeitdruck selbst entscheiden. Denn die zwei beziehungsweise drei Skulpturen werden das Schorndorfer und Schwäbisch Gmünder Stadtbild auf Dauer bereichern. Und fürs Vorbeischauen braucht man nicht mal einen Algorithmus.