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Streifzüge in die Vergangenheit


Bei Führungen kann das historische Schorndorf erlebt werden.

Am Sonntag, 8. September, ist es soweit: Tausende Denkmale öffnen deutschlandweit ihre Türen und laden ein, sonst Verschlossenes oder Unbekanntes neu zu entdecken. Rund 8.000 historische Baudenkmale, Parks, Museen, Kultureinrichtungen oder archäologische Stätten sind Teil von Deutschlands größter Kulturveranstaltung. Anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto: „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Auch in Schorndorf wurde wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Interessierte sind eingeladen, sich mit den kostenlosen Angeboten die Geschichte der Stadt zu erschließen.

Tief hinunter und hoch hinaus

Bei einer Führung durch die unterirdischen Festungsreste können Überbleibsel der Stadtmauer und des Obertorturm-Fundaments aus dem 12./13. Jahrhundert ebenso besichtig werden wie die Kasematten der Oberbastion (Beginn: 11 und 14 Uhr, Treffpunkt: Rathauseingang Marktplatz 1, Anmeldung erforderlich). Die Stadtkirche Schorndorf, eines der wohl beeindruckendsten Gebäude der Stadt, öffnet ihre Türen und ihren Turm für besondere Einblicke.

Jeweils um 14 und um 16 Uhr startet eine Themenführung mit dem Titel „Kirchenräume - Kirchenträume“ auf dem Kirchplatz. Die Stadtkirche Schorndorf mit ihren vielfältigen kulturellen Angeboten ist ein gutes Beispiel für die moderne Nutzung eines historischen Gebäudes. Der Aufstieg auf den Schorndorfer Kirchturm gewährt nicht nur Einblicke in die imposante Architektur. Er führt direkt an den sieben Glocken der Schorndorfer Stadtkirche vorbei und belohnt mit einer Rundumaussicht auf Schorndorf und Umgebung (Beginn: 12 und 16 Uhr, Treffpunkt: Kirchplatz).

Handwerk und Industrie – Blicke hinter Kulissen

Auf der anderen Seite der Rems können die Besucher Industriegeschichte und die moderne Nutzung alter Fabrik-areale unmittelbar erleben. Im Röhm, der ehemaligen Rossgerberei, beginnt um 11 und um 15 Uhr eine Führung durch den vollständig erhaltenen Gebäudekomplex (Treffpunkt: Weilerstraße 6, Tor 1).

Das Ensemble Hahnsche Mühle ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Um 12, 14 und 16 Uhr gibt es Führungen zum Sanierungskonzept der Gebäude und zu möglichen Umnutzungsideen. Auch hier ganz unter dem Motto Umbrüche - technischer und architektonischer Art.

Führungen und mehr im Stadtmuseum

Die Umnutzung der ehemaligen Latein- und der ehemaligen Deutschschule als Ausstellungsort stellte in den 1930er Jahren einen modernen Umbruch in der Gebäudenutzung dar. Das Museum nutzt den Tag, um seine aktuellen Sonderausstellungen vorzustellen. Die Führung „Entdecken Sie Tulle - À la découverte de Tulle“ beginnt um 14 Uhr (Treffpunkt: Foyer) und um 15 Uhr startet die Taschenlampenführung durch die Mitmach-Ausstellung für Kinder „Mammut, Römer, Kelten & Co.“ (Treffpunkt: Foyer). Von 12 - 17 Uhr verkauft der Heimatverein Schorndorf die Publikationsreihe „Heimatblätter - Jahrbuch für Schorndorf und Umgebung“. Am Aktionsstand können Besucherinnen und Besucher Bände dieser Reihe zu einem einmaligen Sonderpreis erwerben und mit dem Vorsitzenden des Vereins, Dr. Holger Dietrich, ins Gespräch kommen. Weitere Informationen erhalten Interessierte auf Schorndorf.de und an der Stadtinformation im alten Rathaus, Marktplatz 1.

Weitere Informationen

Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist für das Konzept des Aktionstags verantwortlich, legt das jährliche Motto fest und stellt ein umfassendes Online-Programm zur Verfügung. Der Tag des offenen Denkmals ist eine geschützte Marke der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Schlegelstraße 1 in Bonn.