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Das Prisma gibt neue Blicke auf Schorndorf frei


Einweihung des Prismas auf dem Schorndorfer Grafenberg

Am vergangenen Wochenende wurden auch diese in den 16 Kommunen und Städten eingeweiht. Unter den Bauten: die Treppe gegenüber der Remsquelle in Essingen, der Turm an der Birke in Urbach, der Rosenpavillon in Remshalden und auch das prisma in Schorndorf. Sie sind jedes für sich architektonische Highlights, entworfen von 16 der besten deutschen Architekten und in der Summe bilden sie eine außergewöhnliche Schau architektonischer Kunst mitten im Remstal. Station 8 ist das Prisma in Schorndorf, gelegen am mittleren Weg auf dem Grafenberg. Entworfen wurde der Bau von den Frankfurter Architekten schneider+schumacher und mit gebaut vom Schornbacher Zimmerer Marc André Aupperle.

Einweihung des Prismas auf dem Schorndorfer GrafenbergDer Himmel über Schorndorf hat am Sonntagnachmittag alles gegeben und eine theatralisch, spektakuläre Beleuchtung zur Einweihung beigesteuert. Und jeder, der hochkommt, ins prisma hineingeht, ist begeistert. Man sieht auf das Tal und auf die Stadt hinunter - eigentlich ist da, für den, der diesen Blick früher schon tat, nichts Neues zu sehen. Doch durch den Rahmen, den das Bauwerk schafft, die, wenn man so will, architektonisch-künstlerische Erhöhung, die der Ort dadurch erhält, meint man einen so nie gehabten Blick auf das scheinbar Bekannte zu haben. Kunst kann das: neue Blicke eröffnen und einen Glanz auf das Alltägliche werfen. Die Besucher stehen also im prisma und man wähnt sich fast wie ganz oben in einem Amphitheater und blickt auf das Geschehen da unten: die Stadt, das Tal, die Hügel in der Ferne.

So ist die Eröffnung nicht nur für Oberbürgermeister Mattias Klopfer „einer der schönsten Termine“ an diesem Wochenende. Wohl wissend, dass etwas sehr Außergewöhnliches nicht nur eine Idee, sondern tatsächlich in allen 16 Kommunen Realität geworden ist. OB Klopfers Dank ging an Thomas Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart„den Spiritus Rector der Remstal Gartenschau“ ohne den auch die 16 Stationen nie gebaut worden wären. Und an die, die das Projekt vor Ort unterstützt haben: an die Familie Hiller, die ihr Grundstück zur Verfügung gestellt haben, an Manfred Beier, den Fachbereichsleiter für die Stadtentwicklung und das Baurecht, an den Geschäftsführer der Stadtbau GmbH Martin Schmidt und natürlich an den Zimmermann Marc André Aupperle, der das prisma gebaut hat.

Einweihung des Prismas auf dem Schorndorfer GrafenbergAus Frankfurt angereist war der Mann, der sich das prisma ausgedacht hat: Architekt Till Schneider. Er wollte mit seiner Arbeit, „mit der simpelsten Form einen Rahmen bilden“. Einen Rahmen, mit dem „plötzlich alles bedeutend wird“. Dass ihm das gelungen ist, zeigten ihm die Reaktionen der ersten Besucher. Thorsten Englert, Geschäftsführer der Remstal Gartenschau 2019 GmbH, stand wie viele andere mit einem Glas Wein aus dem Hause Sven Ellwanger beim oder im prisma, sah hinunter ins Tal und meinte nur: „Es gibt so Momente, da ist man einfach nur glücklich. Das ist einer davon.“