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Mammuts und Dinos im Remstal entdeckt


In der neuen Mitmachausstellung kommen nicht nur Kinder voll auf ihre Kosten.

Welches Werkzeug braucht ein Archäologe? Haben die Kelten auch schon mit Euros gezahlt? Gab es in Schorndorf früher Mammuts? Die neue Sonderausstellung im Stadtmuseum „Mammut, Römer, Kelten & Co.“ nimmt Kinder und ihre Familien mit auf eine spannende Zeitreise und beantwortet diese und viele weitere Fragen. Zur Eröffnung am vergangenen Sonntag kamen große und kleine Entdecker in das Schorndorfer Stadtmuseum.

„Der Ursprung der Idee für die Ausstellung lag darin, dass ich selbst immer eine Begeisterung für die Archäologie hatte und bei meiner Tochter und ihren Freundinnen feststellen konnte, wie sehr sich Kinder für ausgegrabene Schätze aus der Vergangenheit begeistern lassen.“, so die Museumsleiterin Dr. Andrea Bergler. Und so hat sich das Team des Stadtmuseums dafür entschieden, das gesamte Untergeschoss neu zu gestalten. Dabei herausgekommen ist eine spannende Zeitreise durch Millionen von Jahren, die Kinder und Erwachsene zum Mitmachen und Entdecken anregt.

Schmuck-Puzzle und Götter-Memo

In der neuen Mitmachausstellung kommen nicht nur Kinder voll auf ihre Kosten.Hauptverantwortlich für die Inhalte und Mitmachstationen sind Nina Raczek, wissenschaftliche Mitarbeiterin, und Nadja Bühler, wissenschaftliche Volontärin. Die Schau zeigt, wer in den vergangenen Jahrtausenden das Remstal besiedelte. An interaktiven Mitmachtischen wird Schorndorfs früheste Vergangenheit wieder lebendig. Die Archäologie ist dabei der rote Faden: Besucher erfahren, mit welchem Werkzeug und mit welchen Methoden ein Archäologe arbeitet. Und nicht nur das: Kinder können an der eigens hergestellten Ausgrabungsstation selbst zum Entdecker werden! Davon ausgehend arbeiten sich Interessierte immer weiter zurück in die Zeit. Der Schmuck eines alemannischen Mädchens kann mit Hilfe eines Puzzles wieder zusammengesetzt werden, die wichtigsten römischen Götter werden beim Memo-Spiel mit ihren Erkennungsmerkmalen kombiniert und in der „Geldwerkstatt“ prägen die Kinder Münzen nach keltischem Vorbild. Die ältesten Epochen, welche die Ausstellung zeigt, sind die Steinzeit und das Erdmittelalter. Die Besucher können testen, wie gut sie wohl als Höhlenmaler gewesen wären, und sich abschließend in der Spiel- und Verkleidungsecke wie ein echter Römer fühlen. An mehreren Hörstationen berichten Zeitgenossen wie der keltische Waffenschmied Peredur von ihrem Alltag. „Ich finde es sehr wichtig, dass sich die Stadt Schorndorf mit ihren öffentlichen Einrichtungen damit auseinandersetzt, wie man möglichst gute familienfreundliche Angebote schaffen kann. Das Museums-Team hat mit der neuen Ausstellung ein positives Beispiel dafür geschaffen.“, betonte Oberbürgermeister Klopfer in seiner Ansprache zur Eröffnung.

Römische Mosaike und keltische Schmucknadeln

Ein abwechslungsreiches museumspädagogisches Programm ergänzt die Schau. Schulklassen und Kindergruppen können einen begleiteten Rundgang durch die Ausstellung buchen, bei der sie von erfahrenen Museumspädagoginnen angeleitet und angeregt werden. Dazu passend gibt es im Anschluss die Möglichkeit ein römisches Mosaik zu basteln oder keltische Schmucknadeln, sogenannte Fibeln. In den Highlight-Wochen der Gartenschau, über die Woche der Kinder, „Schorndorf funkelt“ bis hin zum Grünen Klassenzimmer beteiligt sich das Museum ebenfalls mit besonderen Aktionen und Programmen passend zur Ausstellung. Übrigens: Warum nicht mal einen Kindergeburtstag im Stadtmuseum feiern?

Weitere Infos unter www.stadtmuseum-schorndorf.de.