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Neuer Blick auf Schorndorf


Der Blick vom Grafenberg ist einmalig, die Aussichtsplattform wird es nun auch.

Oberbürgermeister Matthias Klopfer, Bürgermeister Thorsten Englert sowie Vertreter des Landkreises, des Gemeinderates und der Schorndorfer Wengerter trotzten Anfang der Woche der winterlichen Kälte, um die ersten symbolischen Spatenstiche am Grafenberg zu setzen. Zur Remstal Gartenschau 2019 sollen die Besucher hier den Blick über die Weinberge und Schorndorf in neuer Gestalt genießen können.

Er sei schon immer ein Fan des Grafenbergs gewesen, erklärt Klopfer, während die ersten Schneeflocken zu Boden schweben – auch wenn dessen Aussichtsplattform dem bislang nicht gerecht werden konnte. Nun soll diese aber ein ganz besonderer Ort werden, wo sich die Menschen entspannen und niederlassen können. Klopfer ist sich sicher, dass die Besucher den Charme dieses Ortes erkennen werden. Und das sei auch nötig, so Klopfer. Denn 50 Prozent des Straßenverkehrs seien einkaufs- und freizeitbedingt. Möchte man diesen verringern, so müsse man in und um Schorndorf attraktive Naherholungsgebiete schaffen. Statt auf die Schwäbische Alb zu fahren, könnten sich die Bürger dann auf dem heimischen Weinberg erholen, so sein Vorschlag. Dass die Nachfrage danach groß ist, haben die Schorndorfer bereits zum Ausdruck gebracht - eine Einbindung des Grafenbergs in die Gartenschau stand ganz oben mit auf der Wunschliste bei der Bürgerbeteiligung.

Die Wünsche wurden erhört: Mit gezielten, kleinen und feinen Maßnahmen soll die Freizeitaktivität am Grafenberg und seine Attraktivität erhöht werden. Dabei wird darauf geachtet, die Besonderheiten dieses Ortes zu erhalten und ihn in einen ruhigen Raum mit Aussichtsplattform zu verwandeln. Geplant ist eine neue Kante, von der man den Ausblick besser genießen könne, erklärt Carlos Stuckert vom Architekturbüro Stötzer. Dabei würden die vorhandenen Sandsteine der alten Kante aber nicht verschwendet, versichert er, man nutze sie stattdessen zum Bau einer Sitzgelegenheit. Stuckert zeigt sich optimistisch und versichert, dass das Ziel, bis zur Remstal Gartenschau mit den Umbaumaßnahmen fertig zu sein, erreicht werde. Wer weiß, vielleicht kommt es so wie OB Klopfer kurz zuvor scherzhaft prophezeite, und die Bauarbeiter verlassen am Tag der Eröffnung, morgens die Baustelle. Das wäre Timing.