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Multi-Kulti im Topf


Magdalena Lingel und Mesude Yalcin (v.l.) stellen das Kochbuchprojekt des ZiB vor.

Die Vielfältigkeit der Schorndorfer Bevölkerung anhand von typischen Gerichten des ursprünglichen Heimatlandes vor- und darzustellen, ist die Idee hinter einem aktuellen ZiB-Projekt. Mesude Yalcin, seit Eröffnung des ZiBs dort beschäftigt, ist die Initiatorin und erklärt, wie es dazu kam: „Kochen spielt im Zentrum für internationale Begegnungen eine große Rolle. Gemeinsames Kochen und Essen verbindet. Jeden Dienstag haben wir einen syrischen Mittagstisch und einmal im Monat ein Frauenfrühstück. Beides ist immer gut besucht.“

Dabei kamen die Gespräche auch immer wieder auf Rezepte und auf Unterschiede in der Zubereitung. So wurde die Idee für ein Kochbuch geboren. „Ich habe dann die ZiB- Besucherinnen und -besucher gefragt, wer Lust hätte typische Nationalgerichte vorzustellen, zu kochen und auch auf Papier zu bringen“, so Mesude Yalcin weiter. Schnell ging es los und die ersten Gerichte, unter anderem syrische, iranische, türkische, pakistanische, griechische aber auch schweizer und deutsche wurden bereits von jeweiligen Landsleuten gekocht, fotografiert und anschließend gemeinsam gekostet. Die Rezepte wurden von den Köchinnen und Köchen mündlich in Deutsch übermittelt und von Mesude Yalcin zu Papier gebracht: „Dabei habe ich darauf geachtet, leicht verständliche Worte und Sätze zu benutzen.“

Bisher stehen zwölf Gerichte fest. Rund 20 sollen es werden. Von Fisch über Fleisch bis hin zu vegetarischen und sogar vegangen Gerichten ist alles vertreten.

Internationale Rezepte gesucht

„Wir sind noch auf der Suche nach Nationalitäten, die in Schorndorf wohnen und Lust haben, ein Gericht aus ihrer Heimat vorzustellen. Neben dem Rezept wird im Kochbuch auch der jeweilige Koch oder die Köchin kurz persönlich vorgestellt“, erklärt die ZiB-Mitarbeiterin.

Wer sich angesprochen fühlt und Lust hat, bei diesem internationalen Kochbuch mit dem Arbeitstitel „Multi-Kulti im Topf“ mitzumachen, darf sich gerne direkt an das Team des ZiB wenden. Entweder direkt vor Ort oder per Mail an zib@schorndorf.de. Wenn das Kochbuch fertig ist, soll es für kleines Geld verkauft werden, denn es soll für Jeden erschwinglich sein.

Finanziert werden die Lebensmittel und Zutaten für das Probekochen aus dem Integrationsfond der Stadt Schorndorf (siehe Artikel links auf dieser Seite). Die Druckkosten werden größtenteils durch den Verkaufserlös gedeckt werden können, ist sich Magdalena Lingel, Leiterin des ZiBs, sicher. „In welcher Auflage wir die Rezeptsammlung produzieren lassen, wissen wir noch nicht genau.“ Lecker und abwechslungsreich wird es aber auf alle Fälle werden.